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Gesellschaft für bedrohte Völker
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Einladung zur Podiumsdiskussion «Gegen das Vergessen» am 2. Juni 2016

Zwischen 1926 und 1973 entriss das «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» Hunderte Jenische Kinder ihren Familien. Vor dreissig Jahren entschuldigte sich Bundespräsident Egli dafür, dass der Bund das «Hilfswerk» der Stiftung Pro Juventute mitfinanziert hatte. Was hat die Schweiz aus diesem düsteren Kapitel gelernt?
Dieser Frage gehen wir am 2. Juni in einer Podiumsdiskussion nach, zu der wir Sie herzlich einladen.

Wann: Donnerstag, 2. Juni 2016, 18:30
Wo: Aula im PROGR – Zentrum für Kulturproduktion, Waisenhausplatz 30, 3011 Bern

Es diskutieren:

• Uschi Waser, Präsidentin Naschet Jenische
• Sandra Gerzner, Citoyens Nomades Suisse
• Thomas Huonker, Historiker
• Hans Caprez, ehem. Redaktor «Schweizerischer Beobachter»
• Eröffnungsrede: Isabelle Chassot, Direktorin Bundesamt für Kultur
• Moderation: Angela Mattli, GfbV Schweiz

Eintritt: frei/Kollekte.

Mit anschliessendem Apéro.

Wir danken der Fachstelle für Rassismusbekämfung und dem Bundesamt für Kultur für die Unterstützung.

Flyer Podiumsdiskussion 2. Juni
Mehr Informationen zum «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse»

Das Tschetschenienarchiv ist online!

Das bedeutendste Videoarchiv zu den beiden Kriegen in Tschetschenien (1994 - 2006) ist in der Schweiz angesiedelt. www.chechenarchive.org
Mehr Informationen zur Geschichte Tschetscheniens

VOICE 1/2016

Titelseite Voice 1 2016 deutsch Die neue VOICE ist da, mit diesen Themen:

Peru: Endlich Rechte für indigene Völker

Menschenrechte in Sri Lanka

Trapped by Law
Hier gehts zur aktuellen VOICE


Metalor unter Verdacht

Peru ist ein rohstoffreiches Land und gehört weltweit zu den grössten Goldproduzenten. Im letzten Jahrzehnt haben das rapide Wachstum der Rohstoffförderung und der gestiegene Goldpreis dem Goldhandel in Peru zu einem Boom verholfen. Organisierte kriminelle Strukturen kontrollieren den illegalen Goldhandel, der einhergeht mit einer Reihe weiterer Delikte wie Geldwäscherei, Zwangsarbeit, Steuerhinterziehung und Menschenhandel.
Metalor im Verdacht, Gold aus dubioser Herkunft zu beziehen
Ab dem Jahre 2008 kommen verschiedene Massnahmen und neue Gesetze gegen den wuchernden illegalen Goldhandel zur Anwendung. Ende Februar 2012 unterzeichnete der Staatspräsident eine neue Verordnung, die den gesamten illegalen Rohstoffabbau und deren Finanzierung, also auch den Kauf von Gold aus illegaler Quelle, unter Strafe stellt. Die peruanischen Behörden beginnen mit der Beschlagnahmung von Goldlieferungen sowie gegen dubiose Firmen aufgrund des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Geldwäscherei strafrechtlich zu ermitteln.

Eine Abnehmerin des Goldes ist unter anderen die Schweizer Raffinerie Metalor.

Mehr im neuesten Bericht

Ferien in Sri Lanka?

Web Der neue GfbV-Bericht zeigt, dass es in Sri Lanka aufgrund der touristischen Entwicklung des Landes zu systematischen Menschenrechtsverletzungen kommt: Fischern wird der Zugang zum Meer versperrt, es kommt zu Landenteignungen und die lokale Bevölkerung wird - wenn überhaupt - nur ungenügend über die geplanten Tourismusprojekte informiert. Von diesen negativen Auswirkungen sind in den untersuchten Regionen über 1200 Familien direkt betroffen.

Die GfbV fordert Schweizer Reiseanbieter dringend auf, ihre menschenrechtliche Sorgfaltspflicht wahrzunehmen.
Zum Bericht und weiteren Informationen


Geheimverträge zwischen der peruanischen Polizei und Rohstofffirmen

Zwischen Minenbetreibern und der peruanischen Polizei bestehen problematische Zusammenarbeitsverträge. Dies zeigt ein neu veröffentlichter Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker und mehrerer peruanischer Menschen-rechtsorganisationen. Auch Schweizer Rohstofffirmen sind involviert.
Die Verträge regeln sogenannte «ausserordentliche zusätzliche Dienstleistungen», welche die Sicherheitskräfte gegen Bezahlung zugunsten der Rohstofffirmen erbringen. Diese stellen den Truppen in aller Regel Fahrzeuge, Unterkunft, Verpflegung und Ausrüstung zur Verfügung.

Die Zusammenarbeitsverträge sind äusserst problematisch: Die staatlichen Sicherheitskräfte verlieren durch die finanzielle Entschädigung ihre Unabhängigkeit – das staatliche Gewalt-monopol wird unterwandert. Die Gefahr ist gross, dass legitimer Widerstand der Lokalbevölkerung gegen Minen-projekte mit Gewalt unterdrückt wird. In den Regionen Cajamarca und Espinar verloren bei Protesten der Lokal-bevölkerung gegen die Minenbauprojekte insgesamt acht Demonstranten ihr Leben, Dutzende wurden verletzt. Zum Zeitpunkt der blutigen Auseinandersetzungen bestanden Sicherheitsverträge zwischen den Betreibern der Minen und der peruanischen Polizei.

Die GfbV fordert deshalb, die Verträge umgehend zu annullieren und die Konflikte um den Rohstoffabbau zu lösen.

GfbV Bericht: Polizei im Solde der Rohstofffirmen
Informe en Espanol
Report in English


Über 25'000 Menschen lassen sich nicht blenden!

25 324 Menschen haben die Sri-Lanka-Petition unterzeichnet und fordern den Bundesrat damit auf, sich für die Achtung der Menschenrechte in Sri Lanka einzusetzen und Flüchtlinge aus Sri Lanka in der Schweiz besser zu schützen.
Anfang September machte ein Bericht der GfbV publik, dass mehrere Asylsuchende, welche die Schweizer Behörden nach Sri Lanka zurückgeschickt haben, bei ihrer Ankunft in Sri Lanka verschleppt und gefoltert wurden. Gleichzeitig forderte die GfbV,  Wegweisungen und Zwangsausschaffungen nach Sri Lanka zu stoppen. Zusammen mit weiteren Organisationen startete sie die Petition "Schutz, Aufklärung und Gerechtigkeit für Sri Lanka".

Am 14. November, nur zwei Monate nach Lancierung, wurde die Petition mit über 25'000 Unterschriften eingereicht. Ein toller Erfolg! Die Kampagne zeigt auch bereits Wirkung. Das Bundesamt für Migration hat auf die Veröffentlichung der Folterfälle reagiert und einen vorläufigen Rückschaffungsstopp erlassen. Doch das Ziel ist noch nicht erreicht. Es braucht einen umfassenden Wegweisungsstop, bis sich die Situation im Land grundlegend verbessert hat. Ausserdem soll die Schweiz kein Rückübernahmeabkommen mit dem Unrechtsstaat Sri Lanka abschliessen. Dafür braucht es weiterhin den Druck der Kampagne!
Informationen zur Einreichung der Petition
Weitere Informationen zur Kampagne



Kein Freihandel mit Weissrusslands Diktator

Die Schweiz arbeitet seit einiger Zeit, im Rahmen der Efta, an einem Freihandelsabkommen mit Russland. Die GfbV ist deshalb mit dem SECO im Gespräch. Besonders brisant an den Verhandlungen ist die Zollunion, welche Russland 2009 mit Weissrussland und Kasachstan einging. Ein Abkommen würde diese zwei autokratischen Regimes automatisch mit einbeziehen. Obwohl die Schweiz Sanktionen gegen die Diktatur in Weissrussland verhängt hat, beharrt sie darauf die Verhandlungen fortzuführen.
Ein Abkommen mit Russland kommt für die GfbV nur in Frage, wenn darin verbindliche Vereinbarungen über die Menschenrechte enthalten sind. Darin soll festgehalten werden, dass im Falle von Verstössen Massnahmen ergriffen werden können. Aber nicht nur Weissrussland und Kasachstan haben eine verheerende Menschenrechtsbilanz: Der Umgang mit Menschenrechts-akvistinnen und -aktivisten, kritischen Journalisten und Mitgliedern der politischen Opposition ist in Russland weiterhin besorgniserregend, und die Repression hat im Vorfeld der Olympischen Spiele in Sotschi noch einmal zugenommen. Auch wurde die Rolle Russlands in Bezug auf schwere Kriegsverbrechen während der Tschetschenienkriege nie aufgearbeitet. Russland verfolgt die Strategie der Straflosigkeit, was einem echten und langfristigen Frieden im Nordkaukasus im Wege steht. Ein Freihandelsabkommen mit Ländern, wo Menschenrechte derart systematisch verletzt werden, lehnt die GfbV ab.

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3072 Ostermundigen

Medienclippings Internat. Tag der Roma 2016

Unser Roma-Bericht

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«Gefangen im Teufelskreis - Zwangsmigration von Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter aus dem Kosovo»
Kosovobericht_Zusammenfassung_deutsch (PDF, 172 KB) Report Kosovo online english (PDF, 7.77 MB)

NEWS GFBV @ BASELWORLD

BW
NO DIRTY GOLD!!
Zur deutschen Medienmitteilung

Geschäfte mit illegalem Gold: Schweizer Raffinerie Metalor unter Verdacht

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Unser neuester Bericht zum Thema illegales Gold aus Peru ist da.
Geschäfte mit illegalem Gold Schweizer Raffinerie Metalor unter Verdacht (PDF, 1.67 MB) Druckversion Goldbericht (PDF, 10.79 MB)

Jede Unterschrift zählt!

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Helfen Sie mit beim Unterschriftensammeln für die Konzernverantwortungsinitiative.
Weitere Infos

Die GfbV kämpft engagiert gegen die Straflosigkeit – deshalb braucht es die GfbV auch in Zukunft.

Dick Marty, ehemaliger Ständerat und Sonderermittler des Europarates