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Gesellschaft für bedrohte Völker
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VOICE 2-2014

Bild_Titelseite_VOICE_2_2014_D Die neue VOICE ist da, mit diesen Themen:

Jenische Alltagskultur: Besuch bei der Familie Gerzner

Minera Yanacocha: Interview mit Maxima Acuña de Chaupe zum Kampf gegen die Goldmine Yanacocha in Peru

Menschenrechte in Sri Lanka: Repression gegen MenschenrechtsverteidigerInnen

Und noch mehr interessante Artikel…

Hier geht's zur aktuellen VOICE


Geheimverträge zwischen der peruanischen Polizei und Rohstofffirmen

Zwischen Minenbetreibern und der peruanischen Polizei bestehen problematische Zusammenarbeitsverträge. Dies zeigt ein neu veröffentlichter Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker und mehrerer peruanischer Menschen-rechtsorganisationen. Auch Schweizer Rohstofffirmen sind involviert.
Die Verträge regeln sogenannte «ausserordentliche zusätzliche Dienstleistungen», welche die Sicherheitskräfte gegen Bezahlung zugunsten der Rohstofffirmen erbringen. Diese stellen den Truppen in aller Regel Fahrzeuge, Unterkunft, Verpflegung und Ausrüstung zur Verfügung.

Die Zusammenarbeitsverträge sind äusserst problematisch: Die staatlichen Sicherheitskräfte verlieren durch die finanzielle Entschädigung ihre Unabhängigkeit – das staatliche Gewalt-monopol wird unterwandert. Die Gefahr ist gross, dass legitimer Widerstand der Lokalbevölkerung gegen Minen-projekte mit Gewalt unterdrückt wird. In den Regionen Cajamarca und Espinar verloren bei Protesten der Lokal-bevölkerung gegen die Minenbauprojekte insgesamt acht Demonstranten ihr Leben, Dutzende wurden verletzt. Zum Zeitpunkt der blutigen Auseinandersetzungen bestanden Sicherheitsverträge zwischen den Betreibern der Minen und der peruanischen Polizei.

Die GfbV fordert deshalb, die Verträge umgehend zu annullieren und die Konflikte um den Rohstoffabbau zu lösen.

GfbV Bericht: Polizei im Solde der Rohstofffirmen
Informe en Espanol
Report in English
Unterschreiben Sie unsere Online-Petition "No Dirty Gold"


Über 25'000 Menschen lassen sich nicht blenden!

25 324 Menschen haben die Sri-Lanka-Petition unterzeichnet und fordern den Bundesrat damit auf, sich für die Achtung der Menschenrechte in Sri Lanka einzusetzen und Flüchtlinge aus Sri Lanka in der Schweiz besser zu schützen.
Anfang September machte ein Bericht der GfbV publik, dass mehrere Asylsuchende, welche die Schweizer Behörden nach Sri Lanka zurückgeschickt haben, bei ihrer Ankunft in Sri Lanka verschleppt und gefoltert wurden. Gleichzeitig forderte die GfbV,  Wegweisungen und Zwangsausschaffungen nach Sri Lanka zu stoppen. Zusammen mit weiteren Organisationen startete sie die Petition "Schutz, Aufklärung und Gerechtigkeit für Sri Lanka".

Am 14. November, nur zwei Monate nach Lancierung, wurde die Petition mit über 25'000 Unterschriften eingereicht. Ein toller Erfolg! Die Kampagne zeigt auch bereits Wirkung. Das Bundesamt für Migration hat auf die Veröffentlichung der Folterfälle reagiert und einen vorläufigen Rückschaffungsstopp erlassen. Doch das Ziel ist noch nicht erreicht. Es braucht einen umfassenden Wegweisungsstop, bis sich die Situation im Land grundlegend verbessert hat. Ausserdem soll die Schweiz kein Rückübernahmeabkommen mit dem Unrechtsstaat Sri Lanka abschliessen. Dafür braucht es weiterhin den Druck der Kampagne!
Informationen zur Einreichung der Petition
Weitere Informationen zur Kampagne



Kein Freihandel mit Weissrusslands Diktator

Die Schweiz arbeitet seit einiger Zeit, im Rahmen der Efta, an einem Freihandelsabkommen mit Russland. Die GfbV ist deshalb mit dem SECO im Gespräch. Besonders brisant an den Verhandlungen ist die Zollunion, welche Russland 2009 mit Weissrussland und Kasachstan einging. Ein Abkommen würde diese zwei autokratischen Regimes automatisch mit einbeziehen. Obwohl die Schweiz Sanktionen gegen die Diktatur in Weissrussland verhängt hat, beharrt sie darauf die Verhandlungen fortzuführen.
Ein Abkommen mit Russland kommt für die GfbV nur in Frage, wenn darin verbindliche Vereinbarungen über die Menschenrechte enthalten sind. Darin soll festgehalten werden, dass im Falle von Verstössen Massnahmen ergriffen werden können. Aber nicht nur Weissrussland und Kasachstan haben eine verheerende Menschenrechtsbilanz: Der Umgang mit Menschenrechts-akvistinnen und -aktivisten, kritischen Journalisten und Mitgliedern der politischen Opposition ist in Russland weiterhin besorgniserregend, und die Repression hat im Vorfeld der Olympischen Spiele in Sotschi noch einmal zugenommen. Auch wurde die Rolle Russlands in Bezug auf schwere Kriegsverbrechen während der Tschetschenienkriege nie aufgearbeitet. Russland verfolgt die Strategie der Straflosigkeit, was einem echten und langfristigen Frieden im Nordkaukasus im Wege steht. Ein Freihandelsabkommen mit Ländern, wo Menschenrechte derart systematisch verletzt werden, lehnt die GfbV ab.

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Seit 25 Jahren setzt sich die GfbV für indigene Bevölkerungsgruppen und Minderheiten ein. Doch das Erreichte ist in Gefahr. Wir brauchen Ihre Unterstützung, damit wir uns auch weiterhin für Indigene und Minderheiten einsetzen können. Herzlichen Dank!
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Am 8. November feiern wir 25 Jahre GfbV.

Lesung Humberto Ak'abal

Am Montag, 8.9.2014 liest Humberto Ak'abal in Zürich.
Lesung Humberto Ak'abal (PDF, 82 KB)

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3072 Ostermundigen

Die GfbV kämpft engagiert gegen die Straflosigkeit – deshalb braucht es die GfbV auch in Zukunft.

Dick Marty, ehemaliger Ständerat und Sonderermittler des Europarates